Zonta Club engagiert sich für Flüchtlinge in Oldenburg

Mütter aus Krisengebieten besuchen aus Spenden finanzierten Deutschkurs mit Kinderbetreuung

2.2.2016 | Mit einer Spende von 1.000 Euro ermöglicht jetzt der Zonta Club Oldenburg die Fortführung eines Deutschkurses für junge Mütter, die aus Syrien und anderen Krisengebieten fliehen mussten. Der Kurs beim Stadtteiltreff Dietrichsfeld (Oldenburg) kam durch den Verein „pro:connect“ zustande, der arbeitssuchende Flüchtlinge und lokale Arbeitgeber zusammen bringt und deren Beratung organisiert.

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V.l.n.r.: Gerlinde Röben, Vorstandsmitglied "pro:connect", Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Zonta-Präsidentin Antke Reemts sowie Ulrike Kafka und Karin Köhler vom Zonta-Vorstand im Stadtteiltreff Dietrichsfeld.

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Besuch im Deutschkurs mit Regina Dirksen (r.) vom Stadtteiltreff.


Während des Deutschkurses werden die Kleinkinder der Deutschlernenden im Nebenraum des Kurses betreut. Dieses spezielle Angebot wird nicht von der Stadt Oldenburg finanziert und ist auf Spenden angewiesen.
„Zonta steht für die Förderung von Frauen weltweit“, so Zonta-Präsidentin Antke Reemts bei der Spendenübergabe. „Das Angebot des Stadtteiltreffs fördern wir deshalb, weil Mütter mit kleinen Kindern es oft schwer haben, Integrationsangebote wahrzunehmen. Sie können keine langen Wege zum Kurs in Kauf nehmen, sie benötigen sichere Unterbringung ihrer Kleinen, um einen Deutschkurs besuchen zu können – und dabei sind sie am allermeisten darauf angewiesen, schnell unabhängig zu sein, um für ihre Kinder sorgen zu können.“
Sozialdezernentin Dagmar Sachse, die auch im Vorstand des Vereins „pro:connect“ vertreten ist, freute sich über das Engagement des Zonta Clubs: „Sprache ist ein elementarer Bestandteil von Integration. Zwar ist das Lernangebot der Stadt umfangreich, “ betonte sie, „aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Wir freuen uns deshalb sehr, dass durch die Initiative des Zonta Clubs dieses wertvolle Angebot für Frauen, die mit ihren Kleinkindern fliehen mussten, aufrechterhalten werden kann.“
Für den Stadtteiltreff nahm Leiterin Regina Dirksen vom Amt für Jugend und Familie die Spende entgegen, für den Verein „pro:connect“ war Vorstandsmitglied Gerlinde Röben anwesend.